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29.03.2017 AI advance Invest GmbH (vormals BRENNEISEN CAPITAL GmbH)

Vermögensaufbau / Experte empfiehlt Alternative Investmentfonds

Wiesloch (ots) - Sachwertexperte Manfred Brenneisen betrachtet mit Sorge die zunehmende Inflation in Deutschland und Europa bei gleichzeitig anhaltend niedrigsten Zinsen. So lagen die Preise im Monat Februar in Deutschland um 2,2 Prozent über den Werten des Vorjahreszeitraums. Für Europa wurde im Februar eine Inflationsrate von 1,98 Prozent ermittelt. Damit liegt die Inflation im Zielkorridor der Europäischen Zentralbank (EZB). In den USA, wo die Zinswende bereits eingeleitet wurde, liegt die Teuerungsrate bei zuletzt 2,74 Prozent.

Doch die expansive Geldpolitik lässt sich in Europa nicht so schnell zurückfahren. Um die Konjunktur und die Kapitalmärkte nicht zu überlasten, kann die EZB ihre lockere Geldpolitik nur langsam zurückfahren, erläutert Brenneisen. Die Zinsen werden also noch eine Weile niedrig bleiben. Für private Vermögen ist das ein Desaster. Denn bei steigender Inflation und fehlender Verzinsung schmelzen diese immer schneller ab. Ein Vermögensaufbau sei bei negativer Realrendite kaum möglich. Vermögenden bleibe daher nur die Möglichkeit auf renditestärkere Investments zu setzen.

Aktieninvestitionen sind als Sachwertinvestitionen in produzierende Unternehmen ein probates Mittel gegen inflationäre Wirkungen auf das Vermögen. Allerdings sie sind heutzutage immer stärker abhängig von der Stimmung der Investoren. Psychologische Effekte spielen eine immer größere Rolle. So sorgten die politischen Unsicherheiten durch das BREXIT-Votum, die Wahlen in den USA, das Referendum in Italien oder die bevorstehenden Wahlen in Frankreich immer wieder für Kursschwankungen. Neben den politischen Unsicherheiten bremsen auch verhaltene Konjunkturerwartungen die Kurse in Europa.

Eine interessante Alternative seien Alternative Investmentfonds (AIF), so Brenneisen, der auf 40 Jahre Erfahrung mit Sachwertbeteiligungen zurückblickt. AIF sind vollregulierte Beteiligungen an konkreten Sachwerten wie Immobilien oder Energieerzeugungsanlagen. Da diese anders als Wertpapiere immer auch einen konkreten Nutzwert haben steigt ihr Wert mit der Inflation und schützt damit vor Inflationsverlusten. Als Ergänzung und inflationsgesichertes Element sind AIFs und Vermögensanlagen mit Sachwerten für ein langfristig ausgerichtetes Depot mit einem Anteil von zehn bis zwanzig Prozent durchaus sinnvoll.

Für alle renditestärkeren Investments wie Aktieninvestments oder Alternativen Investmentfonds gilt, dass eine höhere Rendite auch mit einem höheren Risiko einhergeht. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass auch solide konzipierte Kapitalanlagen und große Aktienunternehmen unter Druck geraten können, stellt Brenneisen klar. Die stärkere Regulierung der Kapitalmärkte in den letzten Jahren schützt vor Missbrauch, aber nicht vor Marktentwicklungen. Da hilft nur eine breite Streuung über viele Investments in mehreren möglichst voneinander unabhängigen Anlageklassen. Auch deshalb sei die Ergänzung klassischer Wertpapierportfolios mit Aktien und Rentenpapieren durch AIF und andere Sachwertinvestitionen sinnvoll.

Quelle: Der Tagesspiegel (www.tagesspielgel.de)