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(AIF) Alternativer Investmentfonds:

Ein Investmentvermögen, das nach den Bestimmungen des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) aufgelegt wird und von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) verwaltet wird. im Gegensatz zu den sog. OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere bzw. Wertpapierfonds) wird das Vermögen bei AIF nicht in verbriefte Werte (wie z.B. Wertpapiere, Zertifikate), sondern in reale Vermögensgegenstände (z.B. in Sachwerte wie Flugzeuge, Schiffe oder Immobilien, Beteiligungen) investiert. AIF gibt es in zwei unterschiedlichen Gestaltungen: offene AIF (z.B. offene Immobilienfonds) und geschlossene AIF.

(Agio) Ausgabeaufschlag:

Gebühr, die der Anleger beim Erwerb von Fondsanteilen zahlt. Sie dient zur Deckung eines Teils der Kosten, die beim Vertrieb von Fondsanteilen entstehen. Der Ausgabeaufschlag kann Teil der Vertriebsprovision sein, die noch weitere Zuwendungen an den jeweiligen Vertriebspartner umfassen kann (z.B. Initialkosten).

Anleger:

Person, die sich an einem geschlossenen Investmentvermögen beteiligt. Der Begriff wird häufig synonym mit den Begriffen "Gesellschafter", "Investor", "Kommanditist", oder "Zeichner" verwendet. Das KAGB unterscheidet verschiedene Typen von Anlegern: den Privatanleger, den semi-professionellen Anleger (z.B. Family Offices) und den professionellen Anleger (z.B. Banken und Versicherungen). Die Differenzierung erfolgt im Wesentlichen über die Kenntnisse und Erfahrungen des jeweiligen Anlegers zur geplanten Kapitalanlage sowie über die Höhe der Beteiligungssumme.

Anlagebedingungen:

Dokument, das die Ausgestaltung der rechtlichen Verhältnisse zwischen dem geschlossenen Investmentvermögen und dessen Anlegern regelt. Hier werden u.a. die Anlagegrundsätze und -grenzen festgelegt. Diese sind zusätzlich zum Gesellschaftsvertrag bzw. der Satzung zu erstellen und dem Anleger zur Verfügung zu stellen. Die Anlagebedingungen legen z.B. fest, in welche Vermögensgegenstände investiert werden darf, wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen oder wie Auszahlungen an den Anleger vorzunehmen sind. Bei Publikums-AIF müssen die Anlagebedingungen von der BaFin genehmigt werden.

Anteil:

Beteiligung des Anlegers am geschlossenen lnvestmentvermögen, das dieser durch Zahlung der Beteiligungssumme erwirbt. Siehe auch Mindestbeteiligung.

Auflösen, Auflösung:

Bezeichnet das Ende des geschlossenen lnvestmentvermö- gens. ist das geschlossene Investmentvermögen aufgelöst, bedeutet das, dass der Vermögensgegenstand verkauft ist, alle Verträge beendet sind, das Fremdkapital zurückgezahlt wurde und die Anleger eventuelle Schlusszahlungen erhalten haben. Siehe auch Liquidationsphase.

Auszahlungen:

Bezeichnung für alle Gelder, die Anleger während ihrer Beteiligung an einem geschlossenen Investmentvermögen von diesem erhalten. Darin enthalten ist die Rückzahlung der Einlage sowie, bei entsprechender wirtschaftlicher Entwicklung des geschlossenen Investmentvermögens, die Auszahlung der erzielten Überschüsse und des anteiligen Verkaufserlöses nach Abzug der Verbindlichkeiten.